Ein Tag für Mama – das Brigitte Symposium

Am 27.09. fand im Colosseum Theater in Essen das Brigitte Symposium „Mein Leben, mein Job und ich“ statt. Und ich war dabei. Es war meine erste Veranstaltung dieser Art und ich war schon etwas nervös, was da auf mich zukommen würde. Aber ich kann vorweg nehmen: Es war großartig!

Omas Idee

Ende letzten Jahres sprach mich meine Mutter darauf an, dass sie von diesem Symposium gelesen hatte und ob es nichts für mich wäre. Meine ersten Gedanken: Lust hätte ich schon. Wo findet das statt? Kann man an einem Tag hin und zurück kommen oder braucht man ein Hotel? Was kostet es? Und was sagt der Herr Schröder dazu? Ließe sich die Betreuung des Fräuleins regeln? Ist das wirklich etwas für mich? Lust hätte ich ja schon…

Es hat mich nicht in Ruhe gelassen und ich habe zuhause direkt nach den Informationen gesucht: hörte sich spannend an,in NRW = gleich zeitlich ohne Übernachtung machbar, aber der Preis ließ mich schon kurz zurückschrecken. Aber immerhin wäre es eine Investition in mein „Humankapital“. Blieb also Herr Schröder. Er ist solchen Veranstaltungen zwar nicht so aufgeschlossen, aber er unterstützt mich, wo es geht. Somit war auch das kein Hindernis und ich habe mich sehr spontan entschlossen zu buchen und war sogar eine der ersten.

Der große Tag

Nun war es also so weit und ich bin am frühen Donnerstag Morgen nach Essen aufgebrochen. Hätte ich bei der Buchung gewusst, wie sehr mich gerade Themen wie Job und Finanzen beschäftigen, ich hätte wohl noch kürzer gezögert mich dort anzumelden. So bin ich also mit einigermaßen großen Erwartungen losgefahren. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Nach einer sehr launigen Begrüßung durch die Verlegerin der Brigitte, ging es mit einer sehr interessanten Gesprächsrunde mit Chefredakteurin Brigitte Huber, **Ralf Kleber von Amazon, den Unternehmerinnen Sonja Jost (DexLeChem) und Fränzi Kühne (TLGG) sowie dem SAP-Personalchef Cawa Younosi weiter. Es wurde über die verschiedenen Werdegänge berichtet und welche Schwierigkeiten sich dabei auftaten. Insgesamt waren es Geschichten, die wirklich Mut machten, immer weiter zu machen und seine Ziele zu verfolgen.

Nach dieser Runde kam Richard David Precht auf die Bühne und hielt einen Vortrag über die Digitalisierung und die damit verbundenen Veränderungen der Arbeitswelt. Einiges klang noch etwas utopisch, aber wenn man sich den Wandel bzw. die Entwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte ansieht, könnte er mit seinen Theorien schon Recht behalten. Sehr beindruckt haben mich Lea Linster, Ildiko von Kürthy und Isabel Garcia. Dabei ging es zum einen um Stress bzw. Achtsamkeit, zum anderen trotz seiner Schwächen etwas zu schaffen oder sich eben weiterzuentwickeln.

Workshops und viel Drumherum

Am Nachmittag fanden noch einige sogenannte Classes statt, die in die drei Themenbereiche „Mein Leben“, „Mein Job“ und „Und ich“ eingegliedert wurden. Ich hatte mich im Vorfeld für die Class von Ute Blindert „Karrierebooster Netzwerken“ angemeldet und wurde auch hier nicht enttäuscht. Frau Blindert hat sehr interessant, mit kleinen Übungen ins Networking eingeführt und mir die Impulse gegeben, dies in Angriff zu nehmen bzw. meine Aktivitäten zu vertiefen.

Das Rahmenprogramm zu diesen Vorträgen und Workshops bestand aus einer kleinen Ausstellung der Sponsoren. Besonders angesprochen haben mich hier die Finanzheldinnen, eine Gruppe weiblicher comdirekt-Mitarbeiterinnen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen an die Finanzwelt heranzuführen und ihnen die Angst vor Geldanlagen an der Börse zu nehmen. Da ich gerade die Bücher von Natascha Wegelin verschlungen habe, gab es in ihren kurzen Ausführungen nicht soviel Neues für mich, aber als Impuls sich mit der Altersvorsorge und mit Vermögensaufbau zu beschäftigen ziemlich gut.

Es gab auch noch die Möglichkeit sich schminken und fotografieren zu lassen, aber da war, wie zu erwarten, relativ viel Besucherverkehr, so dass ich diese Punkte ausgelassen habe und lieber entspannter nach Hause zu meinen Liebsten gefahren bin.

Was hat’s gebracht

Wie schon zu Anfang gesagt, hatte ich einen schönen Tag, der mir gerade bei den derzeitigen Fragestellungen viel weitergeholfen hat. Ich habe viele neue Impulse erhalten und vor allem festgestellt, dass ich mich beruflich auch noch ein wenig weiterentwickeln möchte. Vielleicht nicht sofort, aber in den nächsten Jahren. Was das konkret für mich heißt, daran arbeite ich gerade auch mit der Female Future Force. Aber das ist ein anderes Thema, dass ich demnächst auch nochmal aufgreifen werde.