Hochzeitsgeschenk, die zweite… – Blut, Schweiß und Tränen

Ich weiß, die Überschrift klingt sehr dramatisch, aber das mit dem Blut ist nicht übertrieben. Und Schweiß und Nerven hat es mich auch gekostet.

Nach der ersten Hochzeit im Juni waren also noch zu einer zweiten Hochzeit eingeladen und hatten uns bereits einige Zeit vorher auf die Suche nach einer Geschenkidee begeben. Da das Brautpaar gerne reist und auch einen Zuschuss zur Reisekasse wollte, fanden wir dann eine Weltkarte ganz passend.

Materialien und Vorarbeiten

Wie das immer so ist, ist der große Tag dann doch eher da als gedacht und so fing ich in der Woche vorher an nach einer Vorlage für eine Weltkarte zu suchen. Schwarzen Tonkarton hatten wir noch Zuhause. Einen Rahmen im DIN A4-Format haben wir beim Möbelschweden besorgt. Und dann ging es los: Ich habe die Rückseite der Vorlage mit Bleistift schraffiert und so durch drücken auf den Tonkarton übertragen.

Der blutige Teil…

Nun ging es ans ausschneiden. Dabei sind glücklicherweise die Feinheiten nicht ganz so wichtig. In meinen Materialien aus dem Studium hatte ich noch ein Skalpell und hatte die glorreiche Idee, dass ich damit die Kontinente ausschneiden könnte. Das funktionierte prinzipiell auch ganz gut, aber die Klinge reicht ziemlich weit entlang des Griffes und ich mußte relativ weit vorne anfassen, um das Messer richtig führen zu können. So kamen bei mir drei Schnitte am Finger und o.g. Blut zustande. Nerven und Schweiß hat mich vor allem das Mittelmeer gekostet. Hier gibt es doch recht filigrane Strukturen – und wenn man dann noch verwirrt ist, weil ja das Meer nicht ausgeschnitten wird, sondern stehen bleibt…

Es hat jedenfalls geklappt. Anschließend habe ich die Geldscheine „unordentlich“ von hinten mit Maskingtape befestigt und schließlich alles in den Rahmen gepackt. Zum Abschluss habe ich noch eine kleine Girlande aus Paketband und Maskingtape gebastelt und den Rahmen mit guten Wünschen und den Namen der Schenkenden mit einem Kreidestift beschriftet.