Tschüss 2018, Hallo 2019 – ein paar Gedanken

Da ist es nun also, das neue Jahr. Und in den letzten ruhigeren Tagen sind mir ein paar Gedanken gekommen, die ich für mich mal zusammenfassen möchte.

2018 – ein gutes Jahr?

Was für ein Jahr warst Du, 2018? Ein gutes? Ein schlechtes? Ich würde sagen, ein durchwachsenes. Zum einen war es da zweite Lebensjahr unseres Fräuleins und das möchte ich um keinen Preis missen. Der Anfang war zwar auch hier nicht gut, das Fräulein ist mit ihren ersten „richtigen“ Krankheiten gestartet, aber sie hat Laufen gelernt und quatscht uns schon einige Monate die Ohren voll. Sehr, sehr süß. Insgesamt ist unser Fräulein ein tolles kleines Persönchen, das genau weiß, was es will und das uns sehr viel Freude bereitet. In diesem Punkt war das Jahr also sehr sehr gut.

Auf der anderen Seite gab es den Job. Da wir uns ja für Elterngeld Plus entschieden haben, konnte ich bis Mitte Mai weiterhin zwei halbe Tage arbeiten. Im Januar erhielten wir außerdem die Zusage für einen Kitaplatz ab April, so dass der Aufstockung meiner Stunden nichts im Wege stand. Nur dass mein Chef es leider anders sah. Zu meinem Leidwesen bestand er bei mehr als 20 Stunden auf einer Pausenregelung. Dies riss zum einen ein finanzielles Loch in meine Planungen, zum anderen hat es mich auch innerlich tief getroffen, da es für mich eine Herabstufung gegenüber meinen Kollegen bedeutet. Typisch Teilzeit eben, obwohl ich das nie erwartet hatte. Weiterhin gab es im Sommer einige Spannungen mit meiner Kollegin, so dass ich wochenlang mit Bauchschmerzen zur Arbeit ging und sogar über einen Jobwechsel nachdachte. In diesem Bereich war es also kein gutes Jahr.

Erkenntnisse

Und was hat 2018 mit mir persönlich gemacht? Im Rahmen der Gedanken über einen Jobwechsel und meinem Besuch des Brigitte-Symposiums ist mir klar geworden, dass sich langfristig jobtechnisch etwas ändern muss. Leider weiß ich bisher noch nicht, wie das und was genau geschehen soll, aber ich habe mir dafür selber 2 Jahre Zeit gegeben. Ich habe mich im September bei der Female Future Force angemeldet, muss allerdings wieder aktiver daran arbeiten. Und ich habe gemerkt, dass ich auch ab und zu etwas nur für mich machen muss, wie das Symposium oder den Workshop im Dezember.

Und sonst? Sonst ist mir besonders in den letzten Tagen und Wochen klar geworden, wie „wir“ ständig versuchen irgendwem oder irgendwas hinterherzurennen. Da gibt es beispielsweise einen Freund, der im letzten Jahr Vater wurde, aber anscheinend keinen Abend geschweige denn ein Wochenende zuhause sein kann. Oder die Freundin, die zu Jahresbeginn einen Hörsturz hatte, aber trotzdem neben Job, Kindern, Mann und Haus, eine Zusatzausbildung macht und nach Weihnachten die Küche renoviert.

Da frage ich mich, muss das sein? Können wir uns nicht mal etwas Ruhe gönnen und unser Familienleben genießen? Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage, ob ich bzw. wir genug machen oder vielleicht noch mehr tun müssten?

Und so habe ich oft das Gefühl, ich müßte z.B. nach der Arbeit schnell einkaufen, dann nach Hause, die Waschmaschine anstellen, die Spülmaschine ausräumen, das Fräulein abholen und dann noch einiges mehr im Haushalt machen. ABER: hab ich das Kind nur bekommen, um es morgens in die Kita zu bringen und am Nachmittag sich selbst zu überlassen? Nein, also beschäftige ich mich mit ihr. Und der Haushalt bleibt liegen. Und damit das schlechte Gewissen, dass es bei anderen in einschlägigen sozialen Netzwerken deutlich aufgeräumter und durchgestylter ist.

Mein Plan für 2019

Und da ich kein Freund von guten Vorsätzen bin, halte ich mich an das, was ich bei einigen Bloggern und Instagrammern gelesen habe und versuche einen Plan oder ein paar Ziele für 2019 zu formulieren.

  1. Mehr Zeit für mich. Ich möchte in diesem Jahr wieder an ein bis zwei Veranstaltungen teilnehmen. Vielleicht auch mal an einer Bloggerkonferenz. Mal sehen.
  2. Urlaubsplanung. Ich möchte frühzeitig, also in den nächsten Tagen, einen Urlaubsplan erstellen, damit ich mich bereits auf die Tage freuen kann und vielleicht auch wieder eine Woche im Dezember einplanen. Mal sehen, ob das geht.
  3. Mehr Rücksicht auf meine Bedürfnisse nehmen. Sprich, wenn ich krank bin, bin ich krank und schleppe mich nicht mehr ins Büro. Ich versuche mich auszukurieren und hoffe, dass ich dann nicht mehr von Erkältung zu Erkältung hüpfe.
  4. Die Zeit mit dem Fräulein genießen. Ich werde die Zeit, die ich mit dem Fräulein habe genießen, auch wenn die Hausarbeit liegen bleibt. Schließlich ist sie nun schon fast zwei und ich merke, wie sie mitten in der Autonomiephase steckt und im nächsten Sommer bestimmt schon mit dem Mädels aus der Straße durch die Gegend läuft.
  5. Mich beruflich weiterentwickeln. Ich weiß noch nicht wie und in welche Richtung, aber das möchte ich bis zur Jahresmitte für mich geklärt haben.

So, dann bin ich mal gespannt, wie mir die Umsetzung gelingen wird.